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Agota Lavoyer, selbsternannte Expertin für sexualisierte Gewalt

Agota Lavoyer sprach kein Wort Deutsch, als sie 1985 in Wohlen bei Bern in den Kindergarten kam. Seit ihre Eltern drei Jahre zuvor mit der damals einjährigen Agota aus beruflichen Gründen von Ungarn in die Schweiz gezogen waren, hatten sie mit ihr nur Ungarisch gesprochen. Sie und ihre drei Geschwister gehörten zu den einzigen Ausländerkindern im Dorf. Agota Lavoyer wurde immer wieder gehänselt – bis sie Deutsch beherrschte. Ihrer weissen Hautfarbe wegen fiel niemandem mehr auf, dass sie eine Migrationsgeschichte in sich trug. Nun gehörte sie dazu.

Über ihre Ausbildung findet man nicht viel, die grosse Klappe liest man täglich in diversen Medien und vor allem auch auf Twitter. Einiges erfährt man über Lavoyer auf der Onlineplattform www.hauptstadt.be.

«Die heute 41- jr. Mutter von 4 schulpflichtigen Kindern ist ehemalige Schulsozialarbeiterin, später als Beraterin in der Opferhilfe tätig. Lavoyer begann ein Studium der Sozialen Arbeit an der Universität Freiburg. Mehrmals reiste sie in dieser Zeit nach Indien und entdeckte dort die Heilkunst des Ayurveda. Diese Alternative zur Schulmedizin faszinierte sie derart, dass sie ihr Studium schmiss, um in Indien Ayurveda zu studieren.

Ihre feministischen und sexistischen Ansichten sind radikal, auch wenn sie selber dazu meint, «das ist alles selbstverständlich». Sie realisiert, dass sie nicht wie bisher auf Social Media weitermachen kann, wenn sie keine weiteren «Lämpen» im Beruf will. Ein Abwägungsprozess setzt ein: Eine sichere Anstellung als Leiterin der Opferhilfestelle auf der einen Seite gegen eine mögliche selbständige Erwerbsarbeit als Referentin und Expertin auf der anderen.

Für die Stelle als Leiterin der Opferhilfe Solothurn sprach, dass Lavoyer sie mit aufgebaut hatte und ihr die Arbeit mit gewaltbetroffenen Menschen sehr entsprach. Sie beriet Erwachsene und Kinder, die Gewalt erlebt hatten, klärte sie über die Konsequenzen einer strafrechtlichen Anzeige auf und begleitete sie zu Einvernahmen. «Die Opferhilfe ist für mich nach wie vor der spannendste Bereich der Sozialen Arbeit», so Lavoyer. «Ich berate sehr gerne und finde die Arbeit mit traumatisierten Menschen herausfordernd und bereichernd.»

Für die freie Tätigkeit sprach, dass sie sich wieder voll auf ihre Kerngebiete – sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder – würde konzentrieren können und die Freiheit hätte, zu tun und zu lassen, was und wie sie will.

Zu mehr als einer Besichtigung der Schule kam es nicht. «Ein abgelegenes Dorf, in dem ich die einzige Frau aus dem Westen gewesen wäre, konnte ich mir nicht vorstellen» Sie zog nach London, doch auch dort fand sie ihren Platz nicht: Nach zwei Wochen brach sie die Ayurveda-Ausbildung ab.

Zurück in der Schweiz arbeitete sie bei BrainStore, einer Ideenfabrik in Biel, traf auf Leute ausserhalb ihrer «Hippie Bubble». Ein Weckruf: «Ich merkte, dass viele, die Toleranz predigten, selbst intolerant waren, wenn jemand was anderes machte als das, was sie für richtig fanden.» Als Beispiel nennt sie den Fleischkonsum.

Agota Lavoyer nahm ihr angestammtes Studium wieder auf. Nebenbei arbeitete sie bei einer feministischen Friedensorganisation. Von Bern aus koordinierte sie Projekte in der ganzen Welt. «Ich verteilte das Geld, doch die spannende Arbeit machten andere. Da merkte ich, dass ich viel lieber direkt mit jenen Menschen arbeiten will, die Hilfe brauchen.»

Lange nutzte Lavoyer Facebook einzig als Privatperson, postete Ferienfotos und andere Banalitäten. Bis das Schweizer Fernsehen am 29.11.2016 eine Dok-Sendung über Jolanda Spiess-Hegglin ausstrahlte: «Die Sendung löste eine Diskussion in der Öffentlichkeit aus. Meine Empörung über die Menschen, die Spiess-Hegglin für eine Lügnerin hielten, habe ich auf Facebook kundgetan und sie ist auf Interesse gestossen.»

Jolanda Spiess ist eine Lügnerin, aber das wissen unsere Leserinnen und Leser längst. Und wir behaupten das nicht einfach, wir haben das in div. Beiträgen bewiesen!

Die Likes und Kommentare der Leser motivierten Lavoyer, weitere Texte öffentlich zu teilen. Aber nur Menschen, die sie persönlich kannte, nahm sie als Facebook-Freunde an. «Selbst eine Freundschaftsanfrage von Jolanda Spiess-Hegglin habe ich damals abgelehnt.» Doch schon kurze Zeit später stellte sie ihr Profil auf öffentlich. Heute schätzt sie die dadurch entstandenen Kontakte und Netzwerke sehr.

In der Zwischenzeit ist die Sauberfrau auch täglich auf Twitter aktiv und versucht uns Männer zu belehren, dass man endlich einmal

  1. Nur den Frauen glaubt, wenn sie ein mögliches Sexualdelikt zur Anzeige bringen wollen.
  2. Dass man die Verantwortung der Tat allein dem Täter gibt.
  3. Dass man ihr Verhalten vor, während, und nach der Tat nicht in Frage stellt.

Im Gegensatz zu Lavoyer verwenden wir die natürlich auch von ihr zelebrierte Gendersprache ganz bewusst nicht. Wenn wir von Menschen reden, dann meinen wir wie bisher Weiblein und Männlein!

Leider finden diese linken Feministinnen und Aktivistinnen heute medial und auch bei linken Politikerinnen immer wieder ganz offene Ohren. Je radikaler, desto lieber, man muss die «Täter» endlich hinter Gitter bringen. Und nur eine massive Verschärfung des Sexualstrafrechts kann Abhilfe schaffen.

Beobachter: Was halten Sie vom neuen Gesetzesvorschlag?
Agota Lavoyer: Grundsätzlich finden wir es aus Opferhilfe-Sicht sehr begrüssenswert, dass das Parlament endlich bereit ist, das Sexualstrafrecht zu revidieren. Trotzdem muss ich sagen, dass dieser Vorschlag wirklich nur das absolute Minimum ist und ich enttäuscht bin. 


Wieso?
So, wie es jetzt ausformuliert ist, liegt der Fokus immer noch auf der Nötigung, das finde ich sehr störend. Der neue Tatbestand «sexueller Übergriff» erweckt den Anschein, als wäre eine Vergewaltigung ohne Zwang nicht «echt». Das ist verheerend, denn damit wird das grosse Leid, das jede Form von Vergewaltigung auslöst, verkannt. Man ignoriert, wie gravierend das schiere Übergehen des Willens im intimsten Bereich ist. Dieser neue Straftatbestand zementiert die vorherrschenden Stereotype und wertet Opfer ab, die ohne Zwang vergewaltigt werden. 

Mit Stereotypen meinen Sie, dass es für eine Vergewaltigung Gewalt braucht. 
Genau. Der Vergewaltigungsmythos vom fremden Täter in der dunklen Gasse, der das Opfer gewalttätig anfällt und zum Geschlechtsverkehr nötigt, ist immer noch sehr weit verbreitet. Und dass nur solche Taten «echte» Vergewaltigungen sind. Damit verkennt man die Realität. Denn es ist hinlänglich bekannt, dass viele Opfer bei sexueller Gewalt erstarren und es einfach über sich ergehen lassen. Die wenigsten können sich in dem Moment zur Wehr setzen. Dann fehlt das Nötigungselement, aber trotzdem musste das Opfer Geschlechtsverkehr gegen seinen Willen erleiden. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Es muss endlich anerkannt werden, dass sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person in jedem Fall eine gravierende Straftat sind. Und zwar unabhängig davon, ob rohe körperliche Gewalt zum Einsatz kommt oder angedroht wird. Dieses Problem löst der neue Vorschlag nicht. 

Aber beim neuen Straftatbestand geht es doch genau darum, sexuelle Handlungen gegen den Willen des Opfers härter zu bestrafen. Erfüllt das nicht Ihre Forderung?
Jein. Natürlich ist es positiv, dass all das, was vorher allenfalls unter der Kategorie «sexuelle Belästigung» verfolgt werden konnte, ernster genommen und auch härter bestraft wird. Aber dennoch wird der «sexuelle Übergriff» immer noch als etwas weniger Schlimmes als eine Vergewaltigung kategorisiert. Nur weil es kein Nötigungselement drin hat. Und das Grundproblem bleibt bestehen: Ein Täter muss keine Gewalt anwenden, wenn ein Opfer sich nicht wehrt. Indirekt ist es also vom Wehrverhalten des Opfers abhängig, ob es sich um eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Übergriff handelt. Wenn die Person es nicht wagt, sich zu wehren, oder überfordert ist mit der Situation, dann soll es eine weniger schlimme Straftat sein? Damit wird letztlich dem Opfer die Verantwortung dafür zugeschoben, wie die Straftat einzuordnen ist. Das ist sehr stossend.

Was fordern Sie von der Politik?
Der aktuelle Vorschlag wird dem nicht gerecht, was wir bei Opfern tagtäglich sehen. Wir fordern deshalb, dass die Definition von Vergewaltigung auf fehlender Zustimmung basiert, und nicht auf der Anwendung von Zwang. Alternativ müsste «sexueller Übergriff» mindestens als Verbrechen anerkannt werden, wie die Vergewaltigung. Im ständerätlichen Vorschlag ist nur von einem «Vergehen» die Rede. Und bei Vergehen ist das Strafmass milder. Wir sind da lediglich im Bereich von bedingter Haft und Geldstrafen, wie bei leichter Körperverletzung. Das ist einfach nicht genug für solch gravierende Taten. Das viel höhere Strafmass bei der Vergewaltigung impliziert, dass der grösste Teil des Unrechts auf die Nötigungshandlung entfällt. Das entspricht nicht dem, was die Opfer erleben.

Die ungefragte Meinung von Shameleaks

Die vielen Diskussionen und Demonstrationen ändern an der Problematik nichts: Nur «JA ist ein JA» ändert am System und an der Rechtsprechung rein gar nichts.

«Ja heisst Ja» wäre ein Paradigmenwechsel, denn im Entwurf des neuen Sexualstrafrechts ist die Veto-Lösung enthalten, bekannt als «Nein heisst Nein». Mit der Veto-Lösung müssen Opfer erklären, ob sie eine sexuelle Handlung auch deutlich genug abgelehnt haben.

1 Es braucht KEINE Verschärfung des Sexualstrafrechts. Die bestehenden Gesetze genügen, aber die Richter sollten sich endlich auch mit der Ausschöpfung des Strafmasses befassen. Sowohl bei Vergewaltigung (Art. 190 StGB) wie auch Sexuelle Nötigung (Art. 189 StGB) ist eine max. Freiheitsstrafe von 10 Jahren möglich! Bei Ausnützung einer Notlage (Art. 1993 StGB) ist ebenso eine Freiheitsstrafe von max. 3 Jahren möglich.

2 Dass man die Definition der Vergewaltigung anderen Ländern anpassen könnte

(bisher gilt nur als Vergewaltigung wenn man «eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt»),

darüber könnte man sicher ernsthaft diskutieren. 

Genau diese explizite Aussage ist falsch. Es gibt deswegen keine umgekehrte Beweislast. Auch die Anwälte wollen sicher nicht, dass Vergewaltiger ohne Strafe bleiben.

«Republik 12.7.2019»: Soll im Strafrecht neu der Grundsatz verankert werden, dass sexuelle Handlungen ohne Zustimmung zu bestrafen sind?

«Nein», sagt die Zürcher Fachanwältin für Strafrecht, Tanja Knodel, dezidiert: «Sex gegen den Willen eines Beteiligten gehört unter Strafe gestellt, und das ist heute schon der Fall. Nicht aber Sex ohne beweisbare Zustimmung. Der Staat muss bei diesem Offizialdelikt beweisen, ob ein Beschuldigter schuldig ist oder nicht».

Die Stellungnahme aus der Rechtswissenschaft führte umgehend zu einer heftigen Reaktion aus der Anwaltschaft. 32 auf Strafrecht spezialisierte Anwältinnen und Anwälte bezeichnen die professoralen Ausführungen als Fake News. Es stimme nicht, dass in der Schweiz Sexualstraftäter nur selten zur Rechenschaft gezogen würden und die sexuellen Übergriffe ein schockierendes Ausmass angenommen hätten. Die Kriminalstatistik zeige, dass die Fallzahlen betreffend Sexualdelikte in den vergangenen 10 Jahren konstant geblieben seien, trotz Bevölkerungswachstum: «Derselben Statistik kann entnommen werden, dass die Aufklärungsquote bei annähernd 90 Prozent liegt.»


Tanja Knodel, Cognitor Anwälte Zürich

Nochmals Tanja Knodel im Interview mit der Republik:

Tanja Knodel, Sie haben das Schreiben der Anwaltschaft unterzeichnet. Wollen Sie, dass Vergewaltiger straffrei davonkommen?Das will ich keinesfalls. Tatsächlich höre ich diesen Vorwurf aber oft. Was bei der Diskussion um eine allfällige Reform des Sexualstrafrechts vergessen geht: Gerade bei schweren Delikten sind hohe Anforderungen ans Beweismass und an die Rechtsstaatlichkeit zu stellen.

Das heisst: Es ist der Staat, der beweisen muss, ob ein Beschuldigter schuldig ist oder nicht. Das ist bei schweren Delikten mit einer strengen Strafandrohung besonders wichtig. Der Bundesrat schlägt ja vor, dass neu bei der Vergewaltigung eine Mindeststrafe von zwei Jahren gelten soll. Das ist eine massive Verschärfung und ein Eingriff ins richterliche Ermessen. Sollte diese Änderung beschlossen werden, wird die staatliche Beweispflicht noch wichtiger.

Diese Beweisproblematik besteht bei allen Vieraugen-Delikten, nicht nur im Sexualstrafrecht. Und es stimmt, es gibt Fälle, da wird ein Täter nicht bestraft, obwohl er die Tat begangen hat. Er oder sie wird freigesprochen, weil der Staat die Beweise nicht erbringen kann. Das ist schlimm und für die Opfer oder Geschädigten ein stossendes Ergebnis. Es ist jedoch ebenfalls schlimm, wenn jemand verurteilt wird, obwohl er die Tat nicht begangen hat – erst recht, wenn es ihm nicht gelingt, sich zu entlasten. Das sind ganz grundlegende Fragen und Wertehaltungen, die von der Gesellschaft beantwortet werden müssen.»

Und auch ElleXX, die vielgescholtene neue Firma der Ex-SRF Moderatorin Patrizia Laeri findet natürlich in Lavoyer eine neue Fürsprecherin für ihre eher untaugliche neue Rechtsschutzversicherung. «Das rein digitale Rechtsschutz-Abo für Fr. 25.- pro Monat funktioniert nach dem «Do-t-yourself»-Prinzip. Vieles lässt sich mit dem elleXX JUSTIS-Rechtsschutz jederzeit schnell von überall online erledigen: etwa persönliche Daten aktualisieren, das Rechtsschutz-Abo anpassen oder den Rechtsfall melden. Über das Kund:innen-Portal erhältst du sicheren Zugriff auf deine Police, Rechnungen, Nachrichten und Einsicht in einen laufenden Rechtsfall. Und: Ändern sich deine Bedürfnisse, kannst du das Rechtsschutz-Abo flexibel monatlich anpassen oder kündigen.»

Wir haben die AVB nicht im Detail setziert, wissen aber aus Erfahrung, dass nicht nur bei Rechtsschutzversicherungen im «Kleingedruckten» dann viele Ausschlussklauseln zu beachten sind.

Es war ein Gespräch an einer Bar. Ich traf einen Bekannten, und wie so oft landeten wir beim Thema sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt. Ich erzählte davon, wie schade es sei, dass Männer kaum an Veranstaltungen kommen, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Mein Bekannter zeigte kein Verständnis für meinen Frust. Kurz zusammengefasst meinte er: Es sei ja klar, dass sich Männer nicht so für dieses Thema interessierten. Er zum Beispiel hätte einfach keine Berührungspunkte mit dem Thema. Zudem sei es unterdessen echt mühsam, dass ständig über sexuelle Belästigung geredet werde und Frauen in jedem normalen Verhalten Sexismus sehen würden. Ich holte tief Luft und bildete mir ein, dass, wenn ich gut genug argumentierte, er es verstehen würde. Tat er aber nicht. Irgendwann verliess ich wütend und frustriert die Bar.

Aus der TV-Serie «Two Weeks to life» mit Maisie Williams

Das Gespräch verfolgte mich noch tagelang. Als ich ihn das nächste Mal traf und auf unser letztes Treffen ansprach, wusste er nicht einmal mehr, worüber wir gesprochen hatten. Da fasste ich einen Entschluss: Ich werde in Zukunft Gespräche mit Menschen, die das Ausmass und die Folgen von sexualisierter Gewalt ignorieren, nicht mehr führen. Es ist kräftezehrend und ermüdend. Während für meinen Bekannten das Gespräch höchstens mühsam war, waren für mich seine Ignoranz und  emotionale Distanziertheit verletzend. Wenn ich über sexualisierte Gewalt rede, kann ich nie nur als Fachperson reden. Und im Gegensatz zu meinem Bekannten habe ich als Frau nicht das Privileg, mich nicht interessieren zu müssen für Sexismus und sexualisierte Gewalt.

Es ist nicht nur  anstrengend, immer und immer wieder auf sexualisierte Gewalt hinzuweisen, als Frau muss ich auch noch aufpassen, dass sich das männliche Gegenüber nicht auf den Schlips getreten fühlt. Sobald Männer Frauen als kompliziert, mühsam, hysterisch oder zu emotional wahrnehmen, hören sie ihnen noch weniger zu.

Als Mann zu behaupten, keine Berührungspunkte mit Sexismus und sexualisierter Gewalt zu haben, ist schlicht ignorant. Gewalt an Frauen ist kein Frauenthema – auch wenn sie seit Jahrzehnten als solches abgewertet wird. Männer haben nicht nur Berührungspunkte, weil sie mit Frauen leben und arbeiten, sondern schlicht: weil sie Männer sind und damit zu der Gruppe von Menschen gehören, von der die überwiegende Mehrheit der Abwertungen, Grenzverletzungen und Gewalttaten an Frauen ausgeübt wird

(?????Die ach so bekannte Pauschalisierung, alle Männer gleich mal unter Generalverdacht zu stellen).

Auch wenn ein Mann selber noch nie die Grenzen einer Frau überschritten hat, hat er wahrscheinlich Freunde, Kollegen und Verwandte, die das getan haben. Jeder Mann hat Berührungspunkte mit sexualisierter Gewalt, mindestens so viele wie Frauen.

Ja, es ist in der Tat mühsam, wird so viel über sexualisierte Gewalt gesprochen. Aber bekanntlich verschwindet ein Problem nicht, wenn man nicht mehr darüber spricht. Nicht nur haben Männer das Privileg, kaum von sexualisierter Gewalt betroffen zu sein. Sie haben auch das Privileg, sich dem Thema entziehen zu können und sich auch nicht mit eigenem Fehlverhalten auseinandersetzen zu müssen. Eigentlich müssten wir noch viel mehr über sexualisierte Gewalt reden, bis sie endlich auch von Männern als vordringliches gesellschaftliches Problem wahrgenommen und ihr konsequent entgegengewirkt wird.»

Dass die Aktivistin Lavoyer auch hier völlig ohne Rechtskenntnisse das Bundesgericht angreift, gehört zum Ton der linken Feministinnen und Sexistinnen. Der Rechtsbegriff «BEWEISE» ist ihnen einfach fremd! Und andere Meinungen akzeptieren sie sowieso nicht.

Auch wir von Shameleaks akzeptieren die von vielen geforderte umgekehrte Beweislast in einem Rechtsstaat einfach nicht!

Dieses Urteil vom 28. März 2022 (6B_894/2021) ist online einsehbar, aber momentan noch nur in französischer Sprache!

Noch lehnt das Bundesgericht richtigerweise ab, Sex ohne Einverständnis der Frau für strafbar zu erklären.

Ermittlungen bei Sexualdelikten sind immer eine schwierige Angelegenheit. Was im vorliegenden Fall, den das Bundesgericht beurteilen musste, klar ist: Ein Mann und eine Frau haben sich in einer Genfer Bar kennengelernt, haben getrunken, getanzt und sich geküsst. Schliesslich sind die beiden zu ihm nach Hause und hatten Sex.

Umstritten ist, ob die Frau wirklich einverstanden war mit dem Geschlechtsverkehr. Sie behauptete danach nämlich, sie sei vergewaltigt worden. Erstinstanzlich war der Mann tatsächlich wegen Vergewaltigung verurteilt worden. Dann wurde er aber vom Genfer Kantonsgericht freigesprochen, genauso wie jetzt vom Bundesgericht.

Es gibt zum Teil widersprüchliche Aussagen der beiden Beteiligten, und es gilt der

Grundsatz:


Im Zweifel für den Angeklagten

Wie bereits mehrfach erwähnt, auch wir von Shameleaks dulden keine Schändung, keine Vergewaltigung und keine sexuelle Nötigung. Schuldige, deren Straftat man beweisen kann, MÜSSEN bestraft werden.

Natürlich erstaunt uns das nicht, auch AGOTA LAVOYER sitzt seit einigen Monaten im Beirat des Vereins NetzCourage!

GEBALLTE KOMPETENZ IN DIESEM BEIRAT ? Und trotzdem hat das Eidg. Büro für Gleichstellung von Mann und Frau (EBG) die Subventionen gestrichen. Woran das wohl liegen mag?

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