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Die neue Kommunikation der Linken – der Stinkefinger

Beschimpfungen oder ein gezeigter Mittelfinger sind zwar oft ärgerlich, fügen dem „Opfer“ aber auch keinen direkten körperlichen oder finanziellen Schaden zu. Trotzdem sagt unser Strafgesetzbuch in Art. 177: Wer jemanden in anderer Weise durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bis zu 90  Tagessätzen bestraft!

Unter dem Titel «Die acht sonderbarsten Vorstösse der Frühjahrssession» (nein, den haben sie nicht von watson geklaut) listet Redaktor Stefan Bill die aus seiner Sicht bemerkenswertesten Eingaben der Parlamentarier auf – und versieht diese jeweils mit einem Bild des beim Vorstoss federführenden Politikers.

Marti-Vorstoss Nummer 1

Gleich zweimal wird dabei die Baselbieter SP-Nationalrätin Samira Marti aufgeführt. Das erste Mal, weil sie den Bundesrat fragt, was dieser unternehme, «damit das Wissen seiner Mitglieder bezüglich der Schweizer Beteiligung an Kolonialismus, Sklavenhandel und Sklaverei auf den aktuellen Stand des historischen Wissens gebracht wird?» 

«Braucht der Bundesrat also Nachhilfe in Geschichte?», fragt sich der Nebelspalter, bevor er mit Fredi Heer weitermacht in der Reihe der sonderbarsten Vorstösse. Nach Florence Brenzikofer, Tamara Funiciello, Thomas Minder, Beat Rieder und Hans Stöckli – alle mit Bild aufgelistet – kommt der Nebelspalter-Redaktor erneut zu einem Marti-Vorstoss. 

Marti-Vorstoss Nummer 2

Dieser dreht sich um die Frage, was der Bundesrat gegen die verstärkte Ausbreitung von Verschwörungsmythen zu unternehmen gedenkt und ob es auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene Anlaufstellen für durch Verschwörungsmythen radikalisierte Personen gibt.

Der Nebelspalter empfiehlt ihr dann ein Gespräch mit Ständerat Rieder über die identitätsstiftende Wirkung von einheimischen Kuhrassen. Und anstatt zum zweiten Mal ein Bild Martis einzufügen, schreibt er dann:

Bild

Warum, fragt man sich da als normaler Leser und vermisst sogleich schmerzhaft Niveau und eine Pointe (Quelle: Watson 1.4.2021). 

Shameleaks wird natürlich umgehend auch 20 Plakate bestellen, allerdings in etwas anderer Form. Man möge uns diesen Gag verzeihen!

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