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Im‌ ‌Namen‌ ‌des‌ ‌Marc‌

Unter diesem Titel erschien auf der persönlichen Webseite von Jolanda Spiess am 4. Juni 2021 ein weiterer Text, den sie der Öffentlichkeit unbedingt nicht verheimlichen wollte. Und auf Twitter hat Spiess den ganzen Brief dann noch in 34 (Vierunddreissig !) Tweets ebenfalls verbreitet. 

Man kann beruhigt sein: Es sind altbekannte Tatsachen, Märchen, Lügen, Forderungen, Beschimpfungen……wie man das auch immer nennen will. Ein offener Brief an Marc Walder, CEO der Ringier AG. 

Auch wenn vieles schon mehrere Jahre zurück liegt, Shameleaks möchte den Inhalt dieses Briefes wieder einmal einem seriösen Faktencheck unterziehen. Nur ständiges Richtigstellen von Tatsachen hilft vielleicht irgendwann, die Lügenmärchen von Jolanda Spiess aufzudecken und so auch ihre Anhängerschaft schrumpfen zu lassen. Dabei werden wir Textpassagen von Jolanda Spiess kursiv in schwarzer Farbe wortwörtlich wiedergeben, die Replik von Shameleaks erfolgt jeweils

blau.


Marc Walder, CEO Ringier AG
Hannes Britschgi, Leiter Ringier Journalistenschule

Ein Brief zum neuen, frauenfreundlichen Boulevard-Journalismus, inklusive wirksamen Massnahmen zur Umsetzung an Ringier-CEO Marc Walder

Hoi Marc! Ich habe kürzlich irgendwo gelesen, dass ihr mit «Blick» nun einen Paradigmenwechsel vollzieht. Das finde ich grossartig! Weg vom Bedrängen von Opfern von Gewalttaten hin zum Respektieren der Privat- und Intimsphäre. 
«Eine Abkehr vom alten Boulevard, der zu oft voyeuristisch und verletzend gewesen ist», hat sich Hannes Britschgi, euer Chef-Ausbildner, zitieren lassen. Super!

Ja, was gestern noch gang und gäbe war, geht jetzt gar nicht mehr. Seit dem 17. Mai 2021 gelten für die Redaktionen der «Blick»-Gruppe neue Spielregeln. «Wir vollziehen einen Paradigmenwechsel in der Crime-Berichterstattung», steht an prominenter Stelle in den News-Richtlinien, die alle Mitarbeitenden der «Blick»-Gruppe erhalten haben und die fortan «immer und für alle» gelten sollen. Solche Geschichten, die die Marke beschädigten (und den Verlag viel Geld kosteten), gab es in der Vergangenheit immer wieder. Am bekanntesten sind die erfolgreichen Klagen von Thomas Borer, Patty Schnyder oder Carl Hirschmann. Über die Klage von Jolanda Spiess-Hegglin auf Herausgabe des Gewinns, den Ringier mit potenziell persönlichkeitsverletzender Berichterstattung über die Zuger Ex-Politikerin erzielt hat, muss erst noch ein Gericht entscheiden

Es ging ja irgendwie nicht mehr weiter so, nicht? Ich meine, in einer emanzipierten Gesellschaft haben eure Blut-Busen-Büsi-Geschichten kein Fundament mehr. Das habt ihr, glaube ich, selbst gemerkt. Wirklich gut. Man kann nicht in einer neuen und lila-aufgemachten Berichterstattungsreihe Opfern sexueller Gewalt eine wichtige Stimme geben, am nationalen nationalen Frauenstreik eine Extraausgabe drucken, um dann andere Frauen, willkürlich ausgewählt, medial teeren, federn und vierteilen zu lassen, weil sichs grad gut verkauft. Lange konnte der Blick Ereignisse oder Zitate erfinden oder erschütterte Witwen solange schütteln, bis unten die Fotos der Liebsten herausfielen. Und wenn doch was moralisch schief ging, wurde bis vor Gericht in sündhaft teuren Prozessen einfach abgestritten, überhaupt Fehler gemacht zu haben. Die erstrittenen Genugtuungen habt ihr dann amigs aus dem Porto-Kässeli bezahlt und die Gewinne behalten. 

Bei diesen Worten meint Spiess natürlich sich selbst. Sie fühlt sich noch heute als Opfer sexueller Gewalt, obwohl ALLE FAKTEN der Staatsanwaltschaft eine andere Sprache sprechen. Ein nie beweisbarer Filmriss, nicht existierende sedierende Substanzen und eindeutige Zeugenaussagen und DNA Analysen belegen: Es gab in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2014 sexuelle Handlungen zwischen Jolanda Spiess und ihrem Kantonsratskollegen Markus Hürlimann. NUR diese beiden Personen waren im 1. Stock des „Restaurant  Schiff“ in der Captain’s Lounge anwesend. Von Gewalt oder Unfreiwilligkeit war nirgends die Rede! 

Zudem hat Spiess selber über Jahre die Medien mit Kommentaren und Interviews befeuert. Vor der eigenen Türe wischen kennen die Linken offensichtlich nicht. 

Aber nicht du, Marc! Du stehst zu den Fehlern der Vergangenheit. Auch in meinem Fall. Du hast dich letzten Sommer in einem eigenen Blick-Artikel mit Foto, in welchem du gut gekleidet seitlich in die Kamera schaust, für den ganzen Mist, den ihr über mich geschrieben habt, entschuldigt. Stark! Eben auch, dass du dich für alles entschuldigt hast, für die gesamte Medienkampagne. Man sagt, es sei die sexistischste und frauenverachtendste Hetze der Schweizer Mediengeschichte gewesen. Aber das wisst ihr alten Boulevardgurgeln am Besten. Über 200 konstruierte, persönlichkeitsverletzende, menschenverachtenden Artikel voller Sex– und Männerfantasien über mich, nach allen Regeln der Schmierfinken-Kunst. Sagen wir es so: Es war eine Medienhetze from Hell, gibt ja nichts schönzureden.

Eine weitere immer wiederkehrende Spiess-Lüge, man hätte nur Hetze verbreitet. Sie selber hat die mediale Plattform im In- und Ausland immer wieder gesucht, lief jedem Mikrofon, jeder Kamera und jedem Journalisten nach. Eine A-4 Seite würde nicht ausreichen, um nur all die Online-Portale und Printmedien aufzuzählen, die Jolanda Spiess ihre Aufmerksamkeit schenkten: Republik, Fairmedia, Zentralplus, Tsüri, Migros-Magazin, Bajour, SRF, 3SAT,………………….Auch Deutschland (süeddeutsche.de) und Österreich (oe1.orf.at) blieben nicht verschont! 

Spiess-Hegglin erhielt zudem gemäss mehreren Quellen ein schriftliches Angebot von Ringier für eine Entschädigung in der Höhe von 150‘000 Franken – und einen fertig gelayouteten Entwurf der „BLICK“-Ausgabe vom 15. März 2018. Auf der Titelseite prangt unten rechts die Schlagzeile: „Blick entschuldigt sich bei Jolanda Spiess-Hegglin“. Auf den Seiten 2 und 3 ist ein gross aufgemachtes, doppelseitiges Interview mit Spiess eingeplant, inklusive einer Box zu ihrem Verein NetzCourage.

Mehr kann man wirklich nicht erwarten. Wer ein solches Angebot ablehnt und weiter prozessieren will, ist einfach dumm. Aber offensichtlich haben ihre medialen Einflüsterer Hansi Voigt und Pascal Hollenstein (CH Media) und ihre unfähige Anwältin Réna Zulauf darauf gedrängt, die Gerichte betr. Persönlichkeitsverletzung anzurufen und später auch auf Gewinnherausgabe zu klagen. Da werden Summen in Millionenhöhe genannt!

Viele werden sich fragen, warum denn die Gerichte in Zug zuständig sind? Persönlichkeitsverletzungen unterstehen dem Zivilrecht (Art. 28 ZGB). Klagen betreffend Persönlichkeitsverletzung können am Wohnsitz (natürliche Personen) oder Sitz (juristische Personen) der klagenden oder beklagten Partei eingereicht werden. Logisch, dass man sich für ein Heimspiel bei der in Sachen Spiess bekannten korrupten Zuger Justiz entschied. Es ist erwiesen, dass beispielswiese mehr als 30 Strafanträge gegen Jolanda Spiess bei der Zuger Staatsanwaltschaft eingereicht wurden (teilweise mit nachträglichen Beschwerden beim Obergericht). Nicht nur „Wutbürger“, wie von Spiess immer wieder behauptet, sondern diverse erfahrene Anwälte und Juristen haben im Auftrag ihrer Mandanten Klagen eingereicht. ALLE  ERFOLGLOS ! 

Es ist also müssig sich zu fragen, wie ein Kantons- oder Obergericht in Zürich, später vielleicht sogar ein Bundesgericht, entschieden hätten. Ringier ist auch heute noch der Ansicht, dass es keine Persönlichkeitsverletzung gab. Zudem bestreitet das beklagte Unternehmen weiterhin, mit den Artikeln über Spiess Geld verdient zu haben! «Blick Online» hat mit über 200 Artikeln hohe Klickzahlen erzielt.

«Entschuldigung, Jolanda Spiess-Hegglin!» Grosse Worte für den Blick! So hast du dich zitieren lassen, ich fand das nett, ich mein, so nach all dem. Und, wie du mehrfach betont hast: Du sagtest dies, ganz ohne das sagen zu müssen!
Man habe im Rückblick gemerkt, dass Jolanda Spiess-Hegglin durch die Berichterstattung verletzt worden sei, konnte man da lesen. «Es war, ist und wird nie unsere Absicht sein, mit unserer Berichterstattung Leid zu verursachen.» – Das konnte ich allerdings weniger glauben. So unsensibel kann ja gar niemand sein. Ich vermutete stets, dass notorische Persönlichkeitsverletzungen, also euer jahrzehntelanger USP und das Leid, welches diese Grenzüberschreitungen mit sich bringen, wenn Personen in die öffentliche Arena gezerrt werden, das Businessmodell sind, auf dem dein gesamter Wohlstand und der Wohlstand der Familie Ringier
fussen. Ihr nennt das “das ist halt Boulevard-Journalismus”. Ich nenne es ein menschenverachtendes Geschäftsmodell. Aber item, ihr sagt ja jetzt, damit sei es vorbei. Wirklich?

Im Jahre 2017 reichte Jolanda Spiess-Hegglin gegen die Ringier AG beim Kantonsgericht Zug Klage auf Schutz der Persönlichkeit ein. Das Kantonsgericht hiess die Klage mit Entscheid vom 8. Mai 2018 im Wesentlichen gut und stellte fest, dass die Ringier AG mit der Publikation des Artikels „Sex-Skandal an der Zuger Landammannfeier“ vom 24. Dezember 2014 die Persönlichkeitsrechte der Klägerin widerrechtlich verletzt hat. Ausserdem sprach es Spiess-Hegglin eine Genugtuungsentschädigung von 20‘000.- Franken zu. Neben den Gerichtskosten musste Ringier auch eine Parteientschädigung zahlen (21‘190.-). Dass Spiess aber trotzdem sicher auf über 100‘000 Franken Anwaltskosten sitzen blieb, ist bekannt. Zudem werden nur wirklich der Verteidigung dienende Kosten übernommen. Gerichte bezahlen max. 200.- bis 220.- pro Stunde  für einen Anwalt. 

Dass Réna Zulauf einen Honoraransatz von 350.- Franken (+ Mehrwertsteuer) verrechnet, ist bekannt. Für ihre Presseratsbeschwerde anfangs 2015 für einen Beitrag der Weltwoche verlangte sie die Kleinigkeit von 7‘094.30 Franken.

Gegen den Entscheid des Kantonsgerichts erhoben beide Parteien Berufung beim Obergericht des Kantons Zug. Im Urteil vom 18. August 2020 weist die I. Zivilabteilung des Obergerichts die Berufung von Jolanda Spiess-Hegglin vollumfänglich ab (Klagbarer Anspruch auf Publikation einer Entschuldigung der Ringier AG)

Ich habe noch so meine Zweifel, ob ihr das wirklich ernst meint und euren schönen Worten Taten folgen lasst. Denn hey, lieber Marc, schau, ich hab hier – as we speak – unter einem Stapel Büroarbeit, jedoch noch nicht allzu weit unten, ein aktuelles Gerichts-Dokument gefunden.
Da drin – auf über 70 Seiten und mehrere Monate nach deiner öffentlichen Entschuldigung –  formuliert Ringier in deiner Verantwortung Sätze gegen mich, wie:

  • «Die Klägerin ist kein Medienopfer, sondern hat sich – bisher recht erfolgreich – als solches inszeniert.»
  • «Es gab keine Persönlichkeitsverletzung.»
  • «In den eingeklagten Artikeln ist nichts falsch, nichts diffamierend, nichts verletzend, sondern alles die schlichte, banale, einfache Wahrheit.»
  • «Die nachhaltige Stigmatisierung der Klägerin ist und bleibt ihre unbegründete Erfindung.»
  • «Den Gedächtnisverlust erfindet man, um sich nicht an Einzelheiten erinnern zu müssen.»
  • «Bestritten und irrelevant die Behauptung, die Klägerin habe Morddrohungen und dergleichen erhalten.»
  • «Die Klägerin hat keinen Reputationsschaden, schon gar keinen massiven.»
  • «Unrichtig ist der klägerische Gedanke, die Beklagte habe mit diesen Artikeln viel Geld verdient.»
  • «Die Beklagte hat mit den eingeklagten Artikeln keinen Gewinn erwirtschaftet.»
  • «Wo es keine Persönlichkeitsverletzung gibt, gibt es auch keine Gewinnherausgabe.»
  • «M. H. als den «Lover» zu bezeichnen, ist (…) zulässig.»
  • «Den Ehemann als den «Gehörnten» zu bezeichnen, ist nach Lage der Dinge ebenfalls zulässig.» 

Über diese Vorwürfe gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Die Verurteilung der Ringier AG wegen Verletzung der Persönlichkeit blieb bestehen, aber die Genugtuungsentschädigung wurde halbiert (nur noch 10‘000 Franken), und Spiess musste 20% der Verfahrenskosten übernehmen. Shameleaks berichtete schon am 1. September 2020 über diese Urteile! 

Als hätte es die inzwischen rechtsgültige, gerichtliche Verurteilung von Ringier nie gegeben. Das Urteil hätte deutlicher nicht sein können. Wegen “krasser Verletzung” meiner Persönlichkeit. Jetzt geht alles weiter, wie bis anhin. Ihr akzeptiert: Nichts! Denn es geht um die zivilrechtliche Auseinandersetzung. Sprich: Es geht jetzt um das Geld, welches ihr auf dem Buckel der Opfer erzielt. Und das gehört den Opfern, nicht euch. Die widerrechtlich erzielten Erlöse gehören nicht in deine Massanzüge und nicht in die Ringier-Kunstsammlung. Darum geht es.
 
Ein Sorry kommt dir über die Lippen. Bravo. Aber wenn es darum geht, dass es etwas kosten könnte, da kennst du offenbar kein Pardon. Da macht ihr einfach weiter mit dem Victim Blaming. Mit der Frauenverachtung, dem Sexismus, der Verhöhnung einer Frau, welche den Platz nicht einnehmen will, welchen die Männer mit Macht ihr zugewiesenen haben. 

Wer ein Angebot von 150‘000 Franken ablehnt und ohne die Prozesse vor dem Kantons- und dem Obergericht nicht nur alle Schulden los wäre, sondern auch noch einen schönen Batzen an Genugtuung erhalten hätte, ist selber schuld. 

Mit Frauenverachtung und Sexismus hat das aber alles rein gar nichts zu tun. Vor allem Boulevardmedien berichten über alles, was nicht bis drei auf den Bäumen ist. Bad news are good news – Schlechte Neuigkeiten ergeben gute Meldungen. Bankiers sterben nicht. Sie verlieren das Interesse am Leben. Begeisterung ohne Wissen ist wie Rennen in der Dunkelheit.

Ja, Marc Walder hat sich FREIWILLIG am 24.8.2020 bei Jolanda Spiess im Blick entschuldigt.

Die von Marc Walder im BLICK gewählten Worte sind aufrichtig, ohne Kalkül. Er hat seinen Fehler eingesehen und sich entschuldigt. Spiess behauptet ja überall, sie und ihre Famile möchten endlich Ruhe. Könnte sie schon lange haben, wenn sie sich endlich aus dem Medien zurückzieht. Von Markus Hürlimann hört man schon seit Jahren eigentlich nichts mehr. Auch die Geschichte mit dem Badener Stadtammann „Pimmel“ Geri Müller und seiner Ex-Chatpartnerin Nicole W. ist nach wenigen Wochen versandet. Aber Spiess gibt keine Ruhe. Tagtäglich auf den Sozialen Medien wie Facebook und Twitter aktiv, Interviews auf allen TV-Kanälen (am 30. Mai auf „blue News“ bei Claudia Lässer / am 2. Juni im Portrait von Patricia Laeri auf 3 SAT). 

Jolanda Spiess nimmt für sich in Anspruch, selber zu entscheiden, wer wann was schreiben oder erzählen darf. Und wenn eine Journalistin wie Michèle Binswanger ein Buch rund um die Geschehnisse der Zuger Landammannfeier aus der Sicht von Markus Hürlimann schreiben will, dann rennt man in Windeseile zum Gericht. Leider hat Spiess mit dem Zuger Kantonsrichter Werner Staub einen Dummen gefunden, der das Spielchen mitmacht. SUPERPROVISORISCHE VERFÜGUNG gegen dieses Buchprojekt, obwohl niemand auf der Klägerseite auch nur eine Zeile des Manuskripts vorher  hätte lesen können. Man vermutet eine Persönlichkeitsverletzung.

Ihr macht einfach dort weiter, wo ihr euch stark fühlt. Mächtig und potent, zumindest finanziell. Nämlich in den sehr aufwändigen und enorm teuren Zivilverfahren. Da fahrt ihr fort mit Täter-Opfer-Umkehr und maximalem Zynismus.
Diese Zivilverfahren sind als normale Betroffene fast nicht zu stemmen, aber weisst du was, die sind absolut notwendig, damit nicht nur mein  Glaube an Gerechtigkeit und Aufarbeitung nicht ganz verloren geht. Damit endlich etwas geschieht, was mehr bewirkt, als schöne Worte. Damit ihr endlich das Geld herausrückt, welches ihr zu Unrecht erwirtschaftet habt. Bis jetzt seid ihr immer gratis bis billig weggekommen. Und weisst du noch was. Ich bin wild entschlossen, dass das nicht mehr passiert. Im Sinne aller Medienopfer, in meinem Sinne und im Sinne der Ankündigungen zum neuen Blick. Wenn euch das in Zukunft wirklich teuer zu stehen kommt, ist das die beste Garantie, dass diese ganz perfide Art an Gewalt, insbesondere gegen Frauen, endlich aufhört. Aber das ist ja neuerdings ganz in eurem Sinne.

„Wir können aber Tag für Tag dazulernen und immer und immer wieder versuchen, es besser zu machen. Das ist unsere erklärte Absicht,“, hast du in deinem Entschuldigungstext geschrieben. Gute Idee. Es freut mich ausserordentlich, dich in deinem Anliegen zu unterstützen. Wir haben übrigens sogar einen Hashtag lanciert, #derletzteKlatsch. Damit auch der Boulevard-Journalismus eine anständige Zukunft hat.
 
Bleib da dran.
Beste Grüsse, Jolanda

Ja, Jolanda Spiess, wir alle würden uns freuen, wenn sie endlich Ruhe geben und sich ihrer Familie und ihren Hobbys (??) widmen würden. Aber sie stänkern lieber weiter auf Facebook und Twitter gegen Andersdenkende, vor allem aus der SVP. Und ihre verbalen Äusserungen passen so gar nicht zu ihrem Credo, gegen Hass im Internet zu kämpfen. Wundern sie sich bitte nicht, wenn jetzt die vom „Büro für Gleichstellung von Frau und Mann“ gesprochene Geldquelle (die Rede ist von 192‘000 Franken für 2 Jahre) für Aktivitäten ihres Vereins NetzCourage medial und auch politisch bekämpft werden.

Und die Leserkommentare bleiben dann auch nicht aus!

Und hier noch der Link für für den Brief von Jolanda Spiess an Marc Walder im Zusammenhang.

5 Kommentare

  • Dr. med. Puls

    Frau Spiess behauptet ja in der 3Sat Sendung, sie hätte einen Ruhepuls von 35 Schlägen. Als Arzt kann ich folgendes dazu sagen: Bei einem gesunden Erwachsenen liegt der Puls normalerweise zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Bei unter 60 Schlägen sprechen Mediziner von einer Bradykardie, also einem verlangsamten Herzschlag. Jedoch muss dieser Zahlenwert flexibel betrachtet werden. Eine Bradykardie ist eine Herzrhythmusstörung. Der Herzschlag ist dann deutlich zu langsam: unter 60 kann es zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff kommen. Ich betrachte diese Symptome ab unter 40 Schlägen pro Minute gefährlich und würde ganz dringend zu einer Behandlung raten.

    Um einer Bradykardie vorzubeugen, sollten ungünstige Faktoren vermieden werden:
    • Übermässiger Alkoholkonsum
    • Drogenkonsum
    • Rauchen

    Ebenso sind Beruhigungsmittel (Tranquilizer) und Antidepressiva oft Ursachen eines tieferen Pulses. Sie besitzen angstlösende, beruhigende und zum Teil auch muskelentspannende und schlaffördernde Effekte. Sie werden deshalb bei Angst- und Spannungszuständen eingesetzt. In der Praxis werden Benzodiazepine (Temesta, Lorazepam) bei weitem am häufigsten verschrieben. Die häufigsten Antidepressiva gehören zur Gruppe der sogenannten „Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern“ (SSRI). Beispiele: Seropram, Fluoxetin, Citalopram.

    NUR BEI SPITZENSPORTLERN kann normalerweise der Ruhepuls auf einen Wert von 35 Schlägen pro Minute sinken. Was Spiess da erzählt, ist medizinisch auch bei der Einnahme der oben erwähnten Medikamente nicht erklärbar! Da sie wohl auch in dieser Beziehung als beratungsresistent gilt, ist wohl jeder Ratschlag zwecklos.

    Aber Shameleks hat ja wohl genügend Leserinnen und Leser, denen diese Zeilen vielleicht hilfreich sein können.

    Mit nur 28 Herzschlägen pro Minute hält der spanische Ex-Radfahrer Miguel Indurain den Rekord für den niedrigsten Ruhepuls, der je bei einem gesunden Menschen gemessen wurde. Auch bei Fabian Cancellara hat man neben einem extremen Lungenvolumen von 8 Litern auch schon einen Ruhepuls von 30 Schlägen gemessen. Auch Spitzenlangläufer wie Johaug, Bolschunow, Cologna etc. kommen auf ähnlich tiefe Werte.

    Sehr interessant ist auch die Tierwelt: Der Blauwal ist mit 30 Meter Körperlänge das größte Tier der Erde, sein Herz wiegt mehr als 300 Kilogramm. Der Ruhepuls des Blauwals beträgt beim Abtauchen vier bis acht Schläge pro Minute. Und es geht noch langsamer. Manchmal fällt der Puls sogar auf zwei Schläge pro Minute.

  • Anelis

    Diese Frau sollte sich behandeln lassen. Ihre Geschichten zielen immer auf die selben Leute, Parteien und Geschlecht. Wenn sie denn die Wahrheit erzählen würde wäre das eine, aber ihre Fantasie und wegrennen ihrer Fehler zwingt sie zu lügen oder falsche Tatsachen zu erzählen. Unglaublich diese Frau.

  • Max Binder

    Interessanter Kommentar dieses Arztes. Ich bin ein 52 jr. Hobbysportler. Fahre mit dem Rennrad jährlich ca. 7000 Kilometer. Im Winter ist Langlauf angesagt. Auch da kommen rund 1000 Kilometer zusammen.

    Schaue gerade in Ruhe das Formel 1 Rennen aus Baku. Habe soeben meinen Puls gemessen: 56 Schläge pro Minute.

    Kenne diese Spiess nicht, aber ein Ruhepuls von 35 ist wohl so unglaubwürdig wie ihre anderen Märchengeschichten.

  • Huges

    Diese Frau leidet doch am False Memory Syndrom?

    Der folgende Artikel über Pseudoerinnerungen ist  interessant. Er zeigt, wie falsche Erinnerungen die Realität verblassen lassen!

    False Memory Syndrome

    Das „False Memory Syndrome“ bezeichnet Pseudoerinnerungen, meist traumatologisch bedingte Erinnerungsverzerrungen. Je häufiger sich Menschen an etwas Vergangenes erinnern, desto mehr verändern sie unbewusst auch die Erinnerung. Bei jedem Erinnern wird die vorhandene Information über das Vergangene nämlich überschrieben, wobei sich unweigerlich Fehler einschleichen. Meist schmücken Menschen in der Erinnerung ein Erlebnis besonders aus und fügen unbewusst ein Detail hinzu, das sich so gar nicht ereignet hat, das aber in dieses Geschehen und somit in die Erinnerung „hineinpasst“. Allmählich sind diese Menschen dann der festen Überzeugung, es tatsächlich so und nicht anders erlebt zu haben. Das Einspeichern der falschen Erinnerungen ist ein zeitlich eng begrenztes Phänomen und kann sowohl als Folge einer Suggestion oder Hypnose als auch spontan unter Stress oder bei Erschöpfungszuständen auftreten. Der Begriff ist damit abgrenzbar gegen pathologische Wahnvorstellungen, wie sie als Symptom einiger psychischer Störungen auftreten können.
    Jeder vierte Erwachsene hat bei einer amerikanischen Studie falsche „Erinnerungen“ aus seiner Kindheit erfunden. Je schlechter das Gedächtnis ist, desto größer ist auch das Risiko, sich vergangene „Erlebnisse“ einzubilden. Falsche Erinnerungen sind somit für den, der sie hat, nicht unbedingt „falsch“.

    Eine wichtige Rolle in der psychologischen Diagnostik spielt das False-Memory-Syndrom in der Suggestion „falscher Erinnerungen“ an sexuellen Missbrauch oder andere Traumata. In den USA aber auch in Europa spielen falsche Erinnerungen in Prozessen um Kindesmissbrauch eine große Rolle. Manche Autoren behaupteten auch, dass einige Berichte der KZ-Überlebenden auf das „False Memory Syndrome“ zurückzuführen sind.

    Loftus (1999) rief in einem ihrer Experimente an Hand gefälschter Fotos bei etwa fünfzig Prozent der Probanden eine Erinnerung an eine vermeintliche Ballonfahrt wach, die diese in der Kindheit erlebt haben sollten. Falsche Erinnerungen können jeden treffen, denn das menschliche Gedächtnis ist kein Archiv unverfälschter Dokumente. Erinnerungen werden rückwirkend oft verzerrt, etwa durch neue Informationen oder Kommentare von anderen. Stellt man sich Situationen nur intensiv genug vor, dann können sie Teil der persönlichen Erinnerung werden, wobei genügt, dass man nur davon gehört oder gelesen hat. Zahlreiche Experimente haben gezeigt, dass auch Erinnerung bildsam und fehlbar ist, denn Erinnerungsinhalte werden nicht einfach aus einem Speicher abgerufen, sondern immer wieder neu (re)konstruiert.
    Sobald sich eine Erinnerung auf das eigene Leben bezieht, wird sie subjektiv, d. h., das Gedächtnis ist bei Erinnerungen an die eigene Vergangenheit weniger an der exakten Reproduktion des Vergangenen interessiert als an dessen Nützlichkeit für die Gegenwart.

    Eine grosse Anzahl an Erinnerungsfehlern kommt also daher, dass das menschliche Gedächtnis nicht vorrangig dazu da ist, die Vergangenheit aufzubewahren, sondern dazu, die Zukunft vorzubereiten.

    Studien an Menschen, deren Hippocampus, die Gedächtniszentrale des Gehirns, zeigen ausser ihren Gedächtnisproblemen noch ein weiteres Handicap: Sie können keine Prognosen für die Zukunft abgeben. Allerdings sind die Vorhersagen meist genauso verzerrt wie Erinnerungen, denn Menschen setzen, wenn es um die Vorhersage ihrer Zukunft geht, häufig eine rosarote Brille auf. So etwa überschätzen viele Menschen ihre Zukunftschancen und Erfolge, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten, ihre spätere berufliche Position und das Einkommen, die Dauer ihrer Ehe und auch die ihres Lebens. Gleichzeitig unterschätzen Menschen aber ihre Risiken, also die Möglichkeit der Arbeitslosigkeit, Autounfälle und Erkrankungen, denn das kommt in Zukunftsphantasien eher selten vor, ausser bei den Katastrophentheoretikern, die für die Zukunft stets die schlimmsten Befürchtungen hegen. Ein Prozentsatz von etwa zwanzig Prozent der Menschen färbt die Zukunft nicht schön, diese sind dabei entweder leicht depressiv, dann werden sie zu Realisten, oder depressiv im klinischen Sinne, dann werden sie zu Pessimisten. Hinzu kommt, dass die optimistische Verzerrung auch äusserst veränderungsresistent ist, denn die optimistischen Annahmen – in der Psychologie als optimism bias bezeichnet – bestehen auch wider besseres Wissen und entgegen allen Erfahrungen weiter. Bei den meisten Menschen funktioniert die optimistische Verzerrung so zuverlässig und intuitiv, dass sie selbst nichts davon bemerken, sodass nur wenige, die sich für absolute Realisten oder Pessimisten halten, es tatsächlich auch sind. Übrigens kann der optimism bias Menschen auch leichtsinnig machen. So überschätzen teilweise schon Kleinkinder alles, was zukünftig Freude machen könnte, und auch noch Sechzigjährige blicken überaus optimistisch in die Zukunft, wobei je älter die Menschen werden, desto stärker wird auch die Verzerrung. Diese optimistische Verzerrung ist nach Ansicht von Experten angeboren, denn man findet sie in allen Kulturen der Welt.

    Quelle: http://lexikon.stangl.eu/1324/false-memory-syndrome/
    © Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

  • Björn

    Das beste Beispiel was Geldgeil heisst, ist Spiess und Voigt. Zuerst will Spiess zurecht eine Persönlichkeitverletzung einklagen, danach will sie Geld für Gewinnausgabe eingeklagen und sagt es sei ihr Lohn. Hat so ein geschmäkle wie sie im Nachhinein dieses Vorgehen von Blick gutheißen würde. Redet ja eigentlich niemand mehr darüber, aber Spiess lässt die Titelbilder weiter hochleben obwohl es gelöscht ist. Anscheinend gefällt es ihr doch.

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