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Ist die Sitzordnung der SVP im Nationalrat eine Erbmonarchie?

Traditionell sind die Plätze im Nationalrat hierarchisch verteilt. Neue Parlamentarier sind vorne, Altbewährte sitzen in den hinteren Reihen. Die frisch gewählten Politiker Giezendanner und Friedli bekamen jedoch prominente Sitze weit hinten zugeschrieben. Das sorgt für Unmut in der Partei.

Wer sitzt wo und warum? Wer darf hinten, wer muss vorne? Diese Fragen führen zu einem regelrechten parteiinternen Streit bei der SVP, wie die regionalen TV-Sender Tele M1 und Tele Bärn berichteten.

Esther Friedli und Benjamin Giezendanner

Andreas Glarner, der schon seit vier Jahren für die SVP in der Grossen Kammer politisiert, muss indes immer noch mit einem sogenannten «billigen Platz» vorliebnehmen. «Hier gilt offenbar die Erbmonarchie. Ich weiss nicht genau, welche Gesetze hier am Laufen waren. Aber das müssen sie selber verantworten», sagt Glarner gegenüber Tele M1. 

Verantwortlich für die Sitzordnung ist der SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi. Er will keine Stellung zu dem Sitzknatsch nehmen. Er sagt, dass die Sitzordnung eine interne Angelegenheit sei.

Äusserst dumm hingegen die Reaktion von Alt-Nationalrat Ueli Giezendanner. Dass der Platz seines Sohnes für böses Blut bei der SVP sorgt, dafür habe er kein Verständnis: «Das Ganze ist ein Kindergarten. Wir haben ja sonst keine Probleme in diesem Land, wenn wir über sowas streiten können», sagt der Altnationalrat. Für seinen Sohn sei das gerade gut, da er nun die parteiinternen Feinde kennen würde.“ (Quelle: Aargauer Zeitung 18.12.2019). 

Parteiinterne Feindschaften, soso! Gerade der SVP des Kantons Aargau braucht es jetzt um medialen Knatsch nie Bange zu werden. Internas werden leider sehr gerne in der Öffentlichkeit ausgetragen. Wir erinnern an die Affäre um Alt – Regierungsrätin Franziska Roth, die Koks- und Falschgeldstory von Luzi Stamm, die diversen verbalen Entgleisungen von Andreas Glarner, die gesundheitlichen Probleme rund um Präsident Thomas Burgherr (div. Schwächeanfälle) etc.

Dass Burgherr zudem mit Anja K. eine Linksextreme als Sekretärin in seinem Betrieb einstellte, die als Administratorin auf der Facebookseite der „Leckerbissen aus Blocheristan“ tätig war, und fast täglich gegen die SVP hetzte, blieb den Parteikollegen im Kanton auch nicht verborgen. War es wirklich auch nur ein rein arbeitsrechtliches Verhältnis? Der Absturz bei den nationalen Wahlen war denn auch keine Überraschung: Minus 6,47%

Anja K.

Thomas Burgherr

Viele Anzeichen sprechen dafür, dass es mit dem Krebsgang der SVP möglicherweise so weitergeht, wenn man Problemchen, wer im Parlament wo sitzen darf, als prioritär in aller Öffentlichkeit behandelt.  

Entscheidend sind doch weder Geschlecht noch Sitzordnung, sondern die Qualität und die Leistung für das Volk.

https://www.telebaern.tv/telebaern-news/erbmonarchie-knatsch-wegen-svp-sitzordnung-136121828


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