Blog

JORINDE WIESE ALS SPRACHROHR GOTTES


Seit einigen Wochen sieht man vor allem auf Twitter und dem Facebook-Profil von Jolanda Spiess immer wieder den Namen JORINDE WIESE.

Wer ist diese Frau?  Wiese ist eine 25-jährige Studentin und Bloggerin aus Freiburg (D). Sie ist zum Sprachrohr von Spiess geworden, wenn es um die Opferrolle von sexueller Gewalt geht. Da sie sprachlich und kommunikativ um einiges gewandter ist als Spiess, haben sich da zwei gefunden. Zudem kann Wiese auch mit Karikaturen gut umgehen und zeigt auf YouTube sogar ein zumindest bescheidenes Bühnentalent. 

Auf ihrem Twitterprofil nennt sie sich WAKE UP Comedy Erfinderin, Tabubrecherin, Klitorissichtbarmacherin, Bloggerin und irgendwie studiere ich auch noch. 

In der Schweiz kennt man die Deutsche nur, weil SRF am 16.2.2020 einen DOK Film zeigte mit dem Thema: TABU VERGEWALTIGUNG. Soziale Medien bieten die Möglichkeit, über die Grenzen hinaus über sexuelle Übergriffe zu berichten und andere Betroffene zu finden.

Jorinde Wiese solidarisierte sich mit der Lehrerin Morena Diaz. In ihrem Blog führte die 27-Jährige Aargauerin aus, wie sie von einem «guten Freund» in dessen Zuhause vergewaltigt wurde. Ihr Vergewaltigungs-Post sorgte für medialen Wirbel. 

Auch bei Wiese war der Täter ein Bekannter. «Ich wurde oral vergewaltigt.»

Erst jetzt, sechs Jahre nach der Tat, kann die Studentin aussprechen, was ihr passiert ist. Ekel und Scham sind bei der jungen Frau noch immer präsent. Für viele Betroffene sind soziale Medien eine geeignete Plattform sich zu öffnen.

Es fällt ihnen leichter über Übergriffe und Missbräuche zu schreiben, als darüber mit einem Gegenüber zu sprechen. Jorinde Wiese hat das Erlebte lange Zeit mit sich selbst ausgemacht, nun möchte sie sich nicht mehr verstecken. «Nur wenn wir reden, werden wir für einander sichtbar und können uns so verbinden und gegenseitig stärken.»

Zum besseren Verständnis muss man wissen, dass Deutschland und die Schweiz im Strafgesetzbuch eine andere Definition zur Tat „Vergewaltigung“ kennen. 

In der Schweiz kann also NUR ein Mann eine weibliche Person vergewaltigen. „Duldung des Beischlafs“ heisst: Vaginale Penetration. Alle anderen Sexualpraktiken (Oralverkehr, Analverkehr) gelten als sexuelle Nötigung. Das maximale Strafmass ist bei beiden Delikten auf 10 Jahre Freiheitsstrafe festgelegt. Bei der klassischen Vergewaltigung wird aber als Mindeststrafmass ein Jahr Freiheitsstrafe gefordert (in der Regel bedingt, wenn die Tat nicht während einer Bewährungsfrist begangen wurde). 

Männer können deshalb rechtlich gesehen nicht Opfer einer Vergewaltigung werden. Dass die vaginale Vergewaltigung einer Frau einen anderen Tatbestand darstellt als die anale Vergewaltigung eines Mannes, ist eine Schweizer Besonderheit.

Die absolut geschlechtsneutrale Definition von Vergewaltigung in Deutschland besagt also, dass eine solche vorliegt, wenn der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder aber ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt, oder an sich vornehmen lässt, die das Opfer besonders erniedrigen. Hierzu zählt insbesondere das Eindringen in den Körper des Opfers (also auch Anal- und Oralverkehr). 

Darum durfte Jorinde Wiese also nach dem erzwungenen Oralverkehr von Vergewaltigung sprechen. Eine Anzeige gab es nicht. In vielen Fällen verständlich, denn diese 4-Augen Delikte können nur sehr selten bewiesen werden! Hier der Link zur SRF Sendung vom 16.2.2020:

Warum sich Jorinde Wiese erst nach 6 Jahren öffentlich meldete, bleibt ihr Geheimnis. Gerade solche Frauen, die wohl als echte Opfer angesehen werden dürfen, auch wenn es keine Verurteilungen gab, sind für Jolanda Spiess-Hegglin geradezu ein Magnet. Hier kann sie ihre Opferrolle spielen, ihre Vergewaltigungs- oder Schändungsmärchen weiter verbreiten, obwohl erwiesen ist, dass  sie KEIN OPFER ist! 

Nun tritt Jorinde Wiese auf diversen Kanälen auf, weil sie zum angekündigten Buchprojekt der Tagi Journalistin Michèle Binswanger über die Zuger Sex Affäre aus dem Jahre 2014 so ihre eigene Meinung hat und natürlich willkommenen Sukkurs für Jolanda Spiess anbietet. 

Dass sich Wiese juristisch völlig verrennt, wurde auch bei Shameleaks schon an anderer Stelle thematisiert. Hier darum nur kurz die wichtigsten Punkte:

  1. Nachdem die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug ein Strafverfahren gegen Markus Hürlimann wegen Schändung am 27. August 2015 eingestellt hatte, erstattete dieser im September 2015 Strafanzeige gegen Jolanda Spiess-Hegglin wegen falscher Anschuldigung.
  2. Er begründete diese damit, dass Jolanda Spiess ihn mehrfach und unmissverständlich als Täter eines Sexualdelikts bezichtigt hatte. Damit habe sie sowohl gegenüber dem Zuger Kantonsspital, wie auch gegenüber den Strafverfolgungsbehörden den dringenden Verdacht geschaffen, er habe sich eines Kapitaldeliktes schuldig gemacht.
  3. In der Folge erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug am 7. November 2017 Anklage gegen Jolanda Spiess wegen mehrfacher übler Nachrede, mehrfacher Verleumdung und falscher Anschuldigung. Für die Zuger Ex-Kantonsrätin wurden in der 14-seitigen Anklageschrift des Staatsanwaltes Markus Kurt eine Freiheitsstrafe «von mehr als zwei Jahren» gefordert. 
Muss sich vor Gericht verantworten: Die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin. (Aufnahme vom Januar 2016)


4. Doch vor Gericht musste Spiess-Hegglin deswegen nicht: In der Vorverhandlung schlossen sie und Hürlimann einen Vergleich ab. Darin wurde unter anderem festgehalten, dass der Privatkläger Markus Hürlimann sein unwiderrufliches Desinteresse an einer Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Jolanda Spiess wegen falscher Anschuldigung erklärt», teilt die Staatsanwaltschaft mit. Spiess-Hegglin habe sich im Gegenzug «vorbehaltlos und uneingeschränkt» dazu verpflichtet, sich in keiner Weise mehr so über die Vorgänge zu äussern, dass der Eindruck entstehen könnte, sie sei Opfer einer strafbaren Handlung seitens Markus Hürlimanns geworden.

Dass sie sich NIE an diese Abmachungen hielt, haben wir schon oft thematisiert! Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter. 

5. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat nach nunmehr erfolgter Neubeurteilung mit Verfügung vom 7. Mai 2018 das Strafverfahren gegen Jolanda Spiess wegen falscher Anschuldigung eingestellt. Damit ist der Fall nun definitiv erledigt: Der Entscheid ist rechtskräftig.


Captains Lounge, Rest. Schiff, Zug

6. Unglaublich, aber wahr: In dieser Einstellungsverfügung hat der Zuger Staatsanwalt festgehalten, dass Spiess-Hegglin davon ausgehen dürfe, Opfer eines Sexualdelikts geworden zu sein, auch wenn NIE ein Täter ermittelt werden konnte. Einerseits stellte  man schon am 27.8.2015 das Verfahren gegen Markus Hürlimann ein. U.a., weil Spiess gemäss Akten auch eine sexuelle Handlung des SVP Politikers an ihr klar verneinte. K.-O.- Tropfen oder andere sedierende Substanzen, die auf eine mögliche Schändung hindeuten könnten, wurde ja bekannterweise auch nicht gefunden. Warum kann Spiess dann trotzdem Opfer sein, wenn sich nachweisbar in der Captains Lounge des Restaurants Schiff in Zug an diesem Abend des 20./21. Dezember 2014 nur zwei Personen (Spiess und Hürlimann) dort aufhielten? Diese Aussage des Zuger Staatsanwaltes ist rechtlich unhaltbar, aber leider in Rechtskraft erwachsen, da von der Gegenseite leider gegen diesen Passus keine Einsprache gemacht wurde. 

Zurück zu Jorinde Wiese und ihren Falschaussagen, die ihr mit Sicherheit von Jolanda Spiess so diktiert wurden. Es war KEINE MEDIENAFFÄRE, denn die Medien berichteten nur, was man ihnen vorsetzte! Dass sich die Tagi Journalistin Michèle Binswanger mit Falschbehauptungen äusserte, ist üble Nachrede, da absolut nichts Beweisbares vorliegt. Natürlich werden wir alle NIE erfahren, was an diesem Abend wirklich passierte. Dass man Binswanger jetzt auch noch vorwirft, sie wolle mit ihrem Buch die Privatsphäre von  Spiess verletzen, ist völliger Unsinn. 

Jorinde Wiese hat diese Aussagen natürlich der völlig abstrusen superprovisorischen Verfügung des Zuger Kantonsgerichts Zug vom  4. Mai 2020 zu verdanken. Autor Kurt W. Zimmermann bezeichnete diese Verfügung in der Weltwoche als „Geisterurteil“, das zur Bedrohung für die Pressefreiheit eskaliert. Verantwortlich für diesen Rechtsunsinn: Gerichtspräsident Werner Staub (FDP). 

Unsere Leserinnen und Leser können diese superprovisorische Verfügung hier im Wortlaut nachlesen:

C:\Users\Vali\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache\Content.Word\entscheid_kgzug_5.5.2020(2)_Seite_1.jpg
C:\Users\Vali\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache\Content.Word\entscheid_kgzug_5.5.2020(2)_Seite_2.jpg
C:\Users\Vali\AppData\Local\Microsoft\Windows\INetCache\Content.Word\entscheid_kgzug_5.5.2020(2)_Seite_3.jpg

Wie geht die Odyssee von Jorinde Wiese weiter? Mit einem Blog und einem Video namens „Schanett vo Oerlikon“.

In einer Zeit weit vor Corona, als der Michel und der Ruedi und die Vreni und die Kathrin nichts von Social Distancing wussten, da gab es ein junges Mädchen Namens Schanett. Schanett war schon immer sehr aufgestellt gewesen und fragte für ihr Alter ungewöhnlich intelligente Fragen. Sie löcherte die Erwachsenen regelrecht damit, sodass Michel und die Kathrin oft sagten: „Schanett kannst du nicht ein einziges Mal still sein?“ 

Aber Schanett war nicht still und so kam es, dass sie bei der Hofzeitung die Krone Karriere machte. An einem kalten Dezember Abend, das Jahre 1414 neigte sich gerade dem Ende zu, hörte Schanett zum ersten Mal von den Begebenheiten der Oerliker Ammanland Feier. Für Schanett war es von Anfang an eine klare Sache. Was sich dort auf der Ammanland Feier zugetragen hatte, war ohne jeden Zweifel auf dem Mist der Gräfin Jolinda von Sposs-Hagglin gewachsen. Sposs-Hagglin, die in leibärztlicher Behandlung war, wurde nach dem Vorfall der Ammanlandfeier von einer neu angelernten Zofe untersucht, die sich erst stundenlang im Schloss verirrte, bevor sie Beweisbilder machte ohne die Kamera einzuschalten. 

Gegen Sposs-Hagglins Willen bekam die königliche Nationalpresse gleich nach der Leibärztlichen Untersuchung Wind davon und eine Schlammschlacht ohne Gleichen nahm ihren Lauf. Es nimmt einen Wunder warum Schanett in diesem Fall ihre Gabe des kritischen Hinterfragens verlernt hatte, sondern so wie ihr großes Vorbild Jeanne d’Arc nur die Version sah, die sie sehen wollte. Doch Schanett fragte sich das nicht, sie blieb felsenfest auf ihrem Holzpfad und ließ sich von nichts und niemandem davon abbringen. Die Jahre strichen ins Land und wurde Gräfin Jolinda von Sposs-Hagglin zu Beginn noch in einem vergitterten Wagen durchs Land gezogen, während jodlende Eidgenossen verfaulte Eier auf sie warfen und sich daran ergötzten, bekam sie zum Erstaunen vieler Recht gesprochen vor Gericht. 

Sie habe sich als Opfer einer Gewalttat bei besagter Ammanlandfeier sehen können und sie habe nie gelogen. So die Geschworenen. Das passte einigen hohen Beamten so gar nicht in den Kram. Philippus Bös, stellvertretender Chefredakteur der Zeitung Wochus mundi verlor gar vor Gericht und wurde wegen übler Nachrede und Ehrverletzung im Fall Sposs-Hagglin verurteilt. Und was machte Schanett? Nun Schanett hatte nach mehreren Artikeln selbst nach der Verurteilung des Philippus Bös von Wochus mundi kein Einsehen. Für Schanett war die Sache klar wie Binsensuppe. Sposs-Hagglin so deuchte es ihr war nicht wie das Gericht bestätigt hatte Opfer geworden, nein sie war schuldig in eigener Sache. Doch das sahen bei weitem nicht alle so!Auffällig waren all die Jolinda Doubles, welche auf der Plattform „Vogelgezwitscher“ stets Partei für Jolinda Sposs-Hagglin ergriffen. 

Sie erfanden den Hashtag #IchbineineJolanda und verspotteten damit Schanetts hellseherischen Fähigkeiten, dass es nur so wuffte. In einer Nacht bei klarem Sternenhimmel hatte Schanett Visionen. Sie müsse nach Oerlikon und die Stadt von den abgerichteten wuffenden Jolinda Doubles befreien und die Wahrheit ans Licht bringen! Am nächsten morgen ritt Schanett mit Lanze und Schwert bewaffnet gen Oerlikon. 

Zur Seite standen ihr die treuen Schlimmerlinge Philippus Bös, Valentius Fidelius, Alexandrus Baurus und Andi Cervelantus und Kurtus W. homme de chambre. Die Schlacht der Schlimmerlinge hätte epischer nicht sein können mit viel Gerachkakaklirr Gerumms und Gebumms zerlegten die Rüpelknaben alles was sich ihnen in den Weg stellte. Kurz vor Oerlikon stellte sich ihnen jedoch eine schillernde Fee in den Weg und schrie aus vollem Kehlchen: I BIMS! 

Da blieben die vermaledeiten Rüpelknaben mit Ross und Reiter*in stehen und Schanett sagte: „Ich chum nöd drus.“ Da antwortete die Fee, welche die Form von hunderten glitzernden Jolindas angenommen hatte: „Dann bleib doch drin! Wenn du aber aus der Geschichte rauskommen willst – du weißt, wo du uns findest.“ Schanett und die Rüpelknaben zogen von dannen und aßen Fondue und Cervelat und wenn sie nicht gestorben sind, dann rüpeln sie noch heute.

Vielen Dank an alle Jolandas da draußen, ohne euch wäre der Kampf gegen die Rüpelknaben und Schanetts Schnapsidee nur halb so witzig!

Darsteller:

Schanett vo Oerlikon (Michèle Binswanger, Tagi Journalistin)

Philippus Bös (Philipp Gut, Ex-Weltwoche Journalist)

Andi Cervelantus (Andreas Glarner, Nationalrat)

Kurtus W. homme de chambre (Kurt W. Zimmermann, Autor Weltwoche)

Valentius Fidelius  (Valentin Vieli, Ex-TV-Kommentator, Jurist)

Jolinda Sposs-Hagglin (Jolanda Spiess-Hegglin)

Alexandrus Baurus (Alex Baur, Journalist Weltwoche)

Dass sie das Verslein auch noch singen will, ist ihrer Mediengeilheit zu verdanken. Lassen wir sie singen, andere tun es auch! 

Wir möchten nicht weiter für Jorinde Wiese und ihre linken Trabanten Reklame machen. Sie „verfolgt“ Michèle Binswanger und die Rüpelknaben bald im Minutentakt auf Twitter:

Dass sie sich medial vor ca. 1 Jahr auch noch via YouTube über die Klitoris äusserte, sei ihr verziehen. Uns interessiert auch das wirklich nicht. Ob sie damit als Comedyan durchstarten kann, wagen wir zu  bezweifeln!

Jorinde und Jolanda, ein Duo, das uns leider wohl noch längere Zeit medial verfolgen wird. In die Geschichte eingehen werden beide sicher nicht! 



2 Kommentare

  • Sascha Heinrich

    Woher habt ihr diese superprovisorische Verfügung im Original? Frau Binswanger wird dieses Dokument sicher nicht einer anonymem Seite zur Verfügung stellen. Und als Anti Spiess Seite gibt es auch von dort nichts.

  • shameleaks

    @Sacha Heinrich

    Wir bitten um Verständnis, dass wir grundsätzlich KEINE Auskünfte über Informanten bekannt geben. Aber in diesem Fall dürfen wir einmal eine Ausnahme machen, ohne eine uns wohl gesinnte Person zu denunzieren: diese superprovisorische Verfügung ist auf der Seite von jolandaspiess.ch für jedermann einsehbar. Unter dem Sichwort “Dokumente” anklicken, dann findet man diese PDF-Datei des Zuger Kantonsgerichts im Original.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.