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Warum, Tamedia? Hansi Voigt wird nicht gefragt

Die Vorgeschichte: Es war einmal………..So beginnen alle Märchen. Auch die von Jolanda Spiess – Hegglin, die  wir uns seit bald 7  Jahren anhören müssen. Für einmal Fremdgehen hat sie zu viel Berühmtheit erlangt. Auch wenn wir uns wiederholen: KEINE Schändung, KEINE Vergewaltigung, KEIN sexueller Übergriff, einfach nur ein sexuelles Abenteuer im Dezember 2014 zweier nur im Kanton Zug einigermassen bekannten PolitikerInnen. 

Dann machte das Portal Zentralplus am 23.12.2014 alles publik, noch ohne Namensangabe. Aber Insider wussten längst: Es ging um die Grüne Kantonsrätin Jolanda Spiess und den SVP Präsidenten Markus Hürlimann.

Was geschah nach der Zuger Landammannfeier am 20. Dezember 2014? Details sind bis heute unbekannt. Ganz ehrlich: Auch nicht wo wichtig. Auch sexuelle Abenteuer zwischen zwei erwachsenen und verheiraten Menschen ist Alltag, ohne grosse Nebengeräusche. Bei Darbellay und Berset mit Folgen nach 9 Monaten !

Die Zuger Polizei hat am Dienstagmorgen einen Mann verhaftet. Er soll einer Zuger Politikerin nach der Landammann-Feier K.O.-Tropfen in ihr Getränk geschüttet haben. Was danach geschah, ist unklar.

Am 20. Dezember feierte die Stadt Zug den ganzen Tag ihren neuen Landammann Heinz Tännler (SVP). Die Feierlichkeiten endeten im Restaurant Schiff, wo einige Zuger und Zugerinnen ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden weiter festeten. Nicht alle behalten den Anlass aber in fröhlicher Erinnerung: Im «Schiff» soll ein Mann einer Zuger Politikerin K.O.-Tropfen in ihr Getränk gemischt haben. Sie konnte sich später an nichts mehr erinnern und suchte einen Arzt auf, weiss zentral+. Die Politikerin will sich nicht dazu äussern.

Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, bestätigt auf Anfrage, dass ein Strafverfahren eingeleitet worden ist. Es steht im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen. Er bestätigte ebenfalls, dass es sich beim mutmasslichen Opfer um eine zentral+ namentlich bekannte Politikerin handelt. «Wir haben Kenntnis von der Sache erhalten. Es handelt sich um ein Offizialdelikt, das von Amtes wegen verfolgt werden muss», sagt Schlatter.

Alles  längst vergessen und 100x medial durchgeknetet. Oder doch nicht? Wenn man das Essay der Tagi-Journalistin Michèle Binswanger vom 11. September 2021 in der SonntagsZeitung liest, warum sie ein Buch über die Zuger Landammannfeier schreiben wollte. Die Betonung liegt auf WOLLTE, denn publiziert wurde es aus diversen Gründen bis jetzt noch nicht. 

„Die Geschichte dieser Recherche beginnt im Januar 2019. Nach wie vor weiss niemand, wer den Skandal aus welchen Motiven einem «Blick»-Journalisten zugetragen hatte. Dafür wissen alle, was folgte: eine persönliche Katastrophe für alle Beteiligten und eine riesige Mediengeschichte, bis heute wird prozessiert. Spiess-Hegglin triumphierte, gab Interviews, der Fall wurde im «Medienclub» des nationalen Fernsehens diskutiert. Wer sonst noch Opfer war in dieser Geschichte, diese Frage stellte längst niemand mehr. Es ging nur noch um Schuldige. Auch die übrige Berichterstattung stellte im Frühjahr 2019 die Frage nach der Verantwortung der Medien: Spiess-Hegglin, so die Erzählung, sei nicht nur Opfer eines mutmasslichen und nie geklärten sexuellen Übergriffs gewesen – sie sei danach von den Medien auch noch fertiggemacht worden. Eine These, die sich genauer zu betrachten lohnte.“

Unter der Leitung von Franz Fischlin diskutierten im «Medienclub» vom 14.5.2019:

Rena Zulauf, Anwältin von Jolanda Spiess-Hegglin
Hansi Voigt, freier Journalist und Medienberater
Claudia Blumer, stv. Inlandchefin «Tages-Anzeiger»
Peter Rothenbühler, ehemaliger Chefredaktor SoBli  und Schweizer Illustrierte
Mario Gmür, Psychoanalytiker, Buchautor «Das Medienopfersyndrom»
Roland Fankhauser, Professor für Zivilrecht Universität Basel

„Bei jedem der Beiträge, die im Jahr 2019 zum Medienfall Spiess-Hegglin erschienen, fragte ich mich, warum eigentlich nie jemand vom zweiten Medienopfer sprach: Markus Hürlimann, der mutmassliche Übeltäter, in den Medien als Schänder und Vergewaltiger hingestellt. Seine Wortmeldungen und Auftritte waren nach dem Vorfall rar gewesen. Er machte kein grosses Aufheben um sich. Erst als die Untersuchung im Herbst 2015 eingestellt worden war, hatte er sich via Pressekonferenz an die Medien gewandt. Er hatte sich nach den Regeln der klassischen Krisenkommunikation verhalten. Erst kommunizieren, wenn man etwas weiss. Was er damals sagte, hatte es in sich, und er präsentierte Akten, die seine Aussagen belegten,“ so Binswanger in ihrem Kommentar  weiter. 

„Im Januar 2020 hatte ich Hürlimanns Geschichte zusammen und kontaktierte Spiess-Hegglin. Ich schrieb ihr eine Mail und bat sie um ein Gespräch, um ihre Seite zu hören. Sie schrieb mir nie zurück.“

Was nachher passierte, ist bekannt: Der Zuger Einzelrichter Werner Staub erliess im Mai 2020 eine superprovisorische Verfügung und verbot vorerst die Veröffentlichung dieses Buches. Nach diversen Stellungnahmen beider Parteien (Anwältin Zulauf schrieb insgesamt 6x, man nennt das dann juristisch eine  „Sextuplik). Im September 2020 wiederholte der 62. jr. FDP Gerichtspräsident diesen Blödsinn und meinte erneut, pauschale Behauptungen würden als Beweis- bzw. Glaubhaftmachungsmittel ausreichen. Auch den Verweis auf anonyme Quellen oder auf «zahlreiche Menschen» durch Anwältin Zulauf liess er zu, obwohl solcher Unsinn dem Substantiierungserfordernis sicher nicht genügt!

Wenig überraschend kommt dann am 1. September 2021 das Zuger Obergericht auf 33 Seiten zum Schluss, dass das Buch von Michèle Binswanger doch veröffentlicht werden darf. 

Vor allem für Fachleute höchst interessant und empfehlenswert: Der Kommentar von Christiana Fountoulakis, Prof. Dr., Universität Freiburg i.Ue. auf Medialex (Schweizerische Fachzeitschrift für Medien- und Kommunikationsrecht) zu diesem Urteil des Zuger Obergerichts. 

Fazit

  • Einseitige und oberflächliche Würdigung der Tatsachen durch den Einzelrichter Werner Staub des Zuger Kantonsgerichts. 
  • Fehlendes Glaubhaftmachen von sog. Tatsachen.
  • Verweis auf anonyme Quellen genügt der Substantiierungspflicht nicht.
  • Das Urteil zeugt grundsätzlich von ausgezeichneter Beherrschung des richterlichen Handwerks.

Christiana Fountoulakis

Immer wieder stilisiert vor allem der abgehalfterte Deutsche Journalist Hansi Voigt die ganze Streitsache zu einem reinen Battle zwischen Jolanda Spiess – Hegglin und Michèle Binswanger hoch. Voigt, nach diversen Stationen beim Beobachter, beim Magazin CASH, dann sogar kurze Zeit Chefredaktor der Online-Redaktion von 20Miniuten, gründete im Jahre 2014 das Online-Newsportal „Watson.ch, aber nach 2 Jahren war auch dieses Abenteuer bereits wieder Geschichte. Heute ist er Beirat beim Verein NetzCourage und beim mit Millionen unterstützten Basler Projekt „Bajour“ nennt er sich selber Gleichgestellter alter weisser Quotenmann und Projektleiter.

Neben Pascal Hollenstein , Leiter Publizistik bei  CH-Media, ist auch Hansi Voigt so etwas wie der Mediensprecher von Jolanda Spiess. 


Hansi Voigt

Pascal Hollenstein

So musste Voigt auch heute auf Twitter wieder mal beweisen, dass er doch gelegentlich immer noch schreiben darf. Ach wenn die letzte Ausgabe des „Schweizer Journalist“ bereits im Juni 2021 erschien, man kann ja locker auf einen offenen Brief an den Chefredaktor der SonntagsZeitung, Arthur Rutishauser, aufmerksam machen. Interessiert kein Schwein…..

Mit Freude nehmen wir doch gerne die Thesen von Hansi Voigt etwas genauer unter die Lupe. Von Serisosität, fachlicher Neutralität, Kompetenz, Recherchearbeit auch bei der Gegenseite, von all dem hat Voigt offensichtlich noch nie gehört. 

Er unterstellt in einseitiger Manier Tamedia eine Dauerfehde mit Jolanda Spiess. Die Kommentare über die Zuger Stadtheilige kann man wohl an einer Hand abzählen, so wichtig ist jetzt diese Person dem Tagi nicht. Aber wenn natürlich eine eigene Autorin und Journalistin wie Michèle Binswanger immer wieder übelst angefeindet wird, nur weil sie das Kapitel der Zuger Landammannfeier aus der Sicht des mitbeteiligten Markus Hürlimann noch einmal aufrollen will, dann ist es auch Aufgabe und Pflicht des Arbeitgebers, auch öffentlich dazu Stellung zu nehmen. 

Schon die Äusserung Voigt’s, Chefredaktor Arthur Rutishauser „KÄMPFE“  gegen Jolanda Spiess, ist gelinde gesagt purer Blödsinn. Die haben wohl Besseres zu tun, als sich mit der sich ständig ins Rampenlicht stellenden Spiess mediale Grabenkämpfe zu führen. Voigt hofft auf einen baldigen endenden Wahnsinn. Wir auch, allerdings zugunsten der medialen Meinungsäusserunfsfreiheit und damit der auch von der Justiz abgesegneten Erlaubnis, dieses geplante Buch endlich veröffentlichen zu dürfen. 

Michèle Binswanger als befangene Mitarbeiterin darzustellen, nur weil auch sie sich im Jahre 2015 mit dem Fall beschäftigte, sogar zu Spiess nach Zug fuhr und nachher ein Portrait über die Zuger Politikerin schrieb, ist doch unseriös. Unseres Wissens erschien seither nie mehr  ein Kommentar von Binswanger über Spiess, bis das Buchprojekt alte Wunden wieder aufriss und vor allem auf Twitter von allen Seiten herumgeballert wurde. Auch die Ex-Journalistin und heutige Yoga-Mama Nadja Brenneisen lästerte mit vielen unwahren Angaben, die vermutlich noch zu einer Strafanzeige führen werden. 

Shameleaks hat am 15. September 2021 breits ausführlich darüber berichtet! 

Dass Spiess bereits zwei Prozesse gegen Ringier führte, weiss die halbe Schweiz. Beim Kantonsgericht hat sie gewonnen, die Persönlichkeitsverletzung wurde bestätigt. Die Beschwerde ans Obergericht, durch beide Parteien veranlasst, war vor allem für das Duo Spiess und RA Zulauf ein grosses Desaster: ALLE ANTRÄGE DER KLÄGERIN WURDEN ABGESCHMETTERT.

Die Genugtuung wurde halbiert (Neu: 10‘000.-) und Spiess musste 20% aller Prozesskosten selber zahlen. Fakten, die Voigt doch gar nicht hören will. Wir aber schon! 

Dass  vor allem der umtriebige Hansi Voigt auch hinter dem noch anstehenden Prozess für eine Gewinnherausgabe steht, ist bekannt. Ob Ringier mit Spiess überhaupt einen Franken Gewinn erzielt hat, müsste dann noch bewiesen werden. Voigt spricht von widerrechtlich erwirtschaftetem  Geld. Und er rechnet in Millionen. Wer so dumm ist wie Spiess und eine freiwillige Entschädigung  von 150‘000 Franken (Einhunderundfünfzigtausend) einfach mal ablehnt, da ist jede Hilfe und Beratung zweckslos. 

Wir empfehlen beiden, doch einmal folgende Bücher zu lesen:

Spiess wäre wohl alle anstehenden finanziellen Schulden los. Bei einem Stundenhonorar von Anwältin Zulauf von 380.- Franken + Mehrwertsteuer wird sich das locker auf 200‘000 – 300‘000 Franken anhäufen, die ihr auch „Fairmedia mit einem Crowdfunding kaum einbringen wird! 

Voigt und das ganze Team Jolanda brüllen seit Jahren und befeuern die Medien mit allerlei Schund. Aber Michèle Binswanger soll nicht dieselben Rechte haben und, auch bald 7 Jahre später, ein Buch über diese Geschehnisse aus völlig anderer Sicht schreiben dürfen. 

Hansi Voigt, auch der Rest dieses  offenen Breifes „Warum, Tamedia? „ bringt NULL neue Erkenntnisse. Wenn die Autorin Michèle Binswanger von allen linken Seiten angefeindet wird, dann darf sie sich doch in  der eigenen Zeitung erklären, warum sie dieses Buch schreiben will. 

Und à propos Verantwortung: Hat Spiess irgendwo Verantwortung für die sexuellen Handlungen mit Markus Hürlimann übernommen? Hat sie bei ihrem Mann etwa eine Beichte abgelegt? Von strafrechtlichen Handlungen ist NIRGENDS etwas zu lesen, auch wenn das immer wieder in den Raum gestellt wird. Filmrisse und Gedächtnislücken sind die besten Ausreden, die kann niemand beweisen. Nicht mal die neue Präsidentin von NetzCourage, Traumatherapeutin Liliana Ritzi. 

Eigentlich hätten wir den Kommentar zum offenen Brief von Hansi Voigt an Tamedia und zu den einseitigen Vorwürfen hier beenden wollen, aber auch uns holt die Aktualität heute ein. Dass Spiess das Urteil des Zuger Obergerichts beim Bundesgericht angefochten hat, ist längst bekannt. Mit  Schreiben vom 21. Oktober hat die II. Zivilrechtliche Abteilung in Lausanne unter ihrem Präsidenten Richard Herrmann eine Verfügung über eine aufschiebende Wirkung gutgeheissen. 

Man muss wissen, dass Beschwerden eigentlich nur ganz selten aufschiebende Wirkung zugestanden wird. Das Bundesgesetz über das Bundesgericht, kurz Bundesgerichtsgesetz (BGG) genannt, erklärt in Art. 103 die Möglichkeiten, wann und unter welchen Voraussetzungen eine „Aufschiebende Wirkung“  erteilt werden kann. Der Bundesrichter beruft sich in seinem Entscheid vor allem auf Abs. 3.

Pascal Hollenstein tummelt sich da wieder im Nirwana der Verschwörungen, ja behauptet sogar wider besseres Wissen, dass das Bundesgericht verschiedene Passagen im geplanten Buch gestoppt habe. Wir wissen aus verlässlicher Quelle: Auch das Bundesgericht hat KEIN MANUSKRIPT gelesen. Einmal mehr wohl Märchen aus 1001 Nacht.  Dass ein Journalist das einfach ungefiltert übernimmt, nur weil er diese Eingabe der Anwältin (auch) gelesen hat, ist verleumderisch und wohl strafrechtlich relevant. Auch wenn diese widerliche Person Zulauf von unwahren Angaben der Gegenseite spricht, heisst das noch lange nicht, dass sie den Tatsachen entsprechen.

Wir haben auf Shameleaks schon Dutzende Lügengeschichten von Spiess entlarvt, aber immer mit Fakten belegt (Screenshots). 

Wir verzichten auf den Link des ganzen Textes, das Lesen dieses einmal mehr sehr einseitigen Kommentars lohnt sich nicht. 

Etwas vorsichtiger und neutraler formulierte das Portal die ganze Geschichte allein schon mit dem Titel.  

„Die Zürcher Journalistin Michèle Binswanger darf ein geplantes Buch über die kolportierten Handlungen von Jolanda Spiess-Hegglin an der Zuger Landammannfeier von 2014 vorderhand nicht publizieren. Dies hat das Bundesgericht verfügt.

Zeitungen von CH Media haben am Donnerstag online über den Entscheid des Bundesgerichts berichtet. Die höchstrichterliche Verfügung vom 21. Oktober liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und auch persoenlich.com vor.

Das Zuger Obergericht hatte im September 2021 ein vom Kantonsgericht angeordnetes Publikationsverbot aufgehoben (persoenlich.com berichtete). Dieses war von der früheren Zuger Kantonsrätin Spiess-Hegglin angestrebt worden, weil sie befürchtete, Binswanger werde mit dem Buch ihre Persönlichkeit verletzen.

Spiess-Hegglin zog den Entscheid des Zuger Obergerichts an das Bundesgericht weiter. In der Sache hat dieses noch nicht entschieden. Das Bundesgericht verfügte aber, dass die vom Kantonsgericht angeordneten Massnahmen zugunsten von Spiess-Hegglin so lange bestehen bleiben, bis das Verfahren abgeschlossen ist.

Vorgreifen verhindern

Das Bundesgericht will damit verhindern, dass seinem eigenen Urteil vorgegriffen werden kann. Erscheine das Buch vor dem Urteil, könnte dieses gegenstandslos werden, erklärte das Gericht in seiner Verfügung.

Wie die CH-Media-Zeitungen ausserdem schreiben, könnte im weiteren Verlauf «auch eine Rolle spielen, wie sich Binswanger und ihr Chef, Tamedia-Chefredaktor Arthur Rutishauser, im bisherigen Verfahren verhalten haben». In der eingereichten Beschwerde, die persoenlich.com ebenfalls vorliegt, wird der Vorwurf erhoben, dass die beiden unwahre Angaben gemacht haben könnten.

Was an der Feier vor bald sieben Jahren genau passiert ist, ist ungeklärt. Strafrechtlich sind die Vorkommnisse, bei denen es um ein mögliches Sexualdelikt ging, abgeschlossen. Der Fall wuchs zur Medienaffäre aus, in deren Zentrum Spiess-Hegglin stand.

Binswanger arbeitet an einem Buchprojekt über die Landammannfeier.“ (sda/cbe)

Unser Anwalt teilt die Meinung, dass die Bundesrichter mit dieser Massnahme verhindern wollten, dass man mit der sofortigen Veröffentlichung des Buches einem eigenen Urteil hätte vorgreifen können. So wäre das Urteil gegenstandslos. Eine absolut glaubhafte Theorie.

Genüsslich wird jetzt Spiess mit ihrem Gefolge das als einen weiteren Sieg verbuchen. Nur: Den gibt es nicht. Zwar wird Michèle Binswanger erneut daran gehindert, das Buch vorerst zu veröffentlichen. Und man weiss, dass Bundesgerichte in der Regel sich dann schon einige Monate Zeit lassen, bis sie ein Urteil zu diesem Thema fällen. Wir sind überzeugt: Die Gerechtigkeit wird siegen.

Und sonst? Man könnte auch den behördlichen Ungehorsam mal testen (gemäss Strafgesetzbuch Art.  292) und eine Busse von max. 10‘000.- Franken in Kauf nehmen. Irgendwann muss man der Gegenseite und vielleicht auch den Gerichten Paroli bieten! 

Diese Tweets sind einfach widerlich, aber typisch für Spiess und ihren Fanclub. Wir zeigen sie gerade deshalb.

Natürlich darf auch Dauerplauderi RA Martin Steiger nicht fehlen. Nicht verzagen, Steiger fragen………..

Ach Pascal Hollenstein, wir nehmen sie doch nicht ernst. Das sind längst noch keine schlechten Nachrichten für Michèle Binswanger. Wir würden mit ihnen jede Wette eingehen: Das Buch kommt auf den Markt. Egal, ob das Spiess, ihrer Anwältin Zulauf und den Hofjournalisten Hollenstein und Voigt passt. 

Damit uns alle richtig verstehen: Das sind Aussagen von Shameleaks und keine Kommentare von Michèle Binswanger. Wir hatten und haben mit beiden Seiten KEINEN Direktkontakt! 

Auch das Hausblatt „Zentralplus“ darf natürlich im Repertoire nicht fehlen. Und da schwatzt eine uns unbekannte NINA auf Twitter ganz dummes Zeug. Wo hat Michèle Binswanger seit dem positiven Urteil des Zuger Obergerichts anfangs September geschrieben, das Buch sei nicht fertig? Und wie kommt man auf solchen verleumderischen Unsinn, es gäbe „brutale, diffamierende und herablassende“ Inhalte? Ihr habt ja sicher alle bisher gar nichts lesen können (wir auch nicht). 

Wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, steht zudem der Verdacht im Raum, dass die Tamedia-Seite sowohl den Gerichten als auch der Öffentlichkeit gegenüber unwahre Angaben gemacht haben. Diese Vorwürfe beziehen sich auf den aktuellen Stand des Buches von Binswanger. Diese behauptet, das Buch existiere überhaupt noch nicht, darum könne das Gericht dessen Publikation gar nicht verbieten. Spiess-Hegglin wiederum wirft der Journalistin vor, dass das Buch sehr wohl schon existiere und Verlagen angeboten worden sei.

Die Anwältin der Zugerin kann diese Vorwürfe mit Mails von Verlagen, die dem Bundesgericht vorliegen, unterlegen. So bestätigten zwei Verlage, dass sie schon Manuskripte des Buches erhalten hätten. Beide hätten das Manuskript aber aufgrund der heiklen Rechtslage des Falls abgelehnt. Wie die Verlage weiter schreiben, handelte es sich um ein 250 bis 300 Seiten umfassendes Manuskript.

Interessant: Verlage schreiben, es handle sich um ein 250 bis 300  Seiten umfassendes Manuskript. Sind es jetzt 250 oder 300 Seiten? Oder vielleicht auch nur 150? Ein Verlag müsste ja die genaue Seitenzahl kennen!! Wenn Spiess und Zulauf den Mund aufmachen, dann lügen sie. Und Spiess wurde von Binswanger persönlich über das Projekt informiert. Sie hätte dazu auch Fragen beantworten dürfen, wollte aber nicht. Das sind Fakten. Zu lesen in der SonntagsZeitung vom 11. September 2021.

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